Cover Schindler Oha

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Udo Schindler & Masako Ohta

回遊式庭 kaiyūshiki teien

Creative Sources CS 615 CD

Masako Ohta – Piano
Udo Schindler – Clarinets

kaiyūshiki teien 59:17

live recording May 19th, 2017 at Mohrvilla / München-Freimann (Germany) 
by Udo Schindler (arch-musik)
mixed & mastered by Wolfgang Obrecht/Tonstudio RichArt, Munich
composition by Masako Ohta & Udo Schindler (GEMA)
cover photo by Udo Schindler
Inside photo & video by Ulrich ‘Fips’ Fischer
graphic design…
produced by Udo Schindler
Executive Production by …

thanks for support to Wolfgang Obrecht, Fips Fischer
please also look at the concert video
https://www.youtube.com/watch?v=b9gd5G_ZFrg
www.arch-musik.de; www.masako-ohta.de

 

Reviews

Sorry for writing out of the blue…. My name is Ferran Fages, musician from Barcelona, Spain.

By chance I’ve saw a video performance of your duo with Masako Ohta and I couldn’t stop listening this great performance. Congratulations, I was very impressed of the music!

Kammermusik für Piano und Klarinetten? Zwischen Mohrvilla und Freimann. Mit MASAKO OHTA, einer Münchner Japanerin zwischen Mars und Erde, Papiertheater und Poetry, Stummfilm, Haiku und Yoga, zwischen Bach und Pärt, Nietzsche, Ligeti und B. A. Zimmermann. Kaiyūshiki teien (CS 615) zeigt sie erneut mit UDO SCHINDLER, mit dem sie schon, sie mit braille-sensiblem Tastsinn, er mit kusszärtlichen Lippen, das thomas_klingonische “Botenstoffe” (2014) und das sanfte Ohrensausen von “Ohenrosan” (2012) hervorgezaubert hat. Hier nun also ihre Wiederbegegnung 2017 [der am 12.10. 2019 in Sendling und am 6.12. in Krailling inzwischen weitere folgten]. Sie mit fein gepickten Drähten, bedächtig läutendem Klingklang, kummervoll repetierter Monotonie, lyrischem Getrippel und wieder gezupftem Draht. Er mit dem ganzen Blues eines verkannten Minotaurus, eines verzauberten Biests, das stöhnend, brummend, grollend, sich die Lippen nach Verständnis und Zärtlichkeit leckend in der Kontrabassklarinette Gestalt annimmt. Als Schattenexistenz, die immer wieder aufblüht, wenn sie auf Widerhall stößt, eine furchtlose, einfühlsame Seele, die sogar Zärtlichkeiten auszutauschen bereit scheint. Dafür kehrt er seine Schockoladenseite hervor, sein sonores Timbre, seine Sangeslust aus wie bestialisch auch immer bepelzter Brust, mit einer Kreidezunge im Stimmbruch von gurrenden Lauten und höchstem Altissimo. Ohtas perlig-kristallinem Gefunkel und Geklingel wirft Schindler schmatzende Luftküsse zu, die feinen Finger und gespitzten Lippen schnäbeln, sie fingert am Schloss zu seinem Verlies und harft, flimmernder als eine Äolsharfe. Er spinnt dazu silbrige Luftfäden und stößt ostinate, heisere Rufe aus, schwankend zwischen Resignation und einer Sehnsucht, die dunkles Gewummer aus dem Innenklavier als ungutes Omen nicht wahrhaben will. Unheilvolle Schritte nahen, Schindlers geschrumpfte Klarinette gibt leicht hysterische und angequetschte Töne von sich. Ohta entfaltet, weiterhin mit den dräuenden Schritten im Hintergrund, nochmal die ganze perlende Spannweite offener Arme. Für nun wieder die Kontrabassklarinette, die zwischen Dungeon und Höhenflügen sich selber nicht entkommen kann und auch gar nicht will. Daher kann sie dem elegischen Diminuendo nur zustimmen.

Chamber music for piano and clarinets? Between Mohrvilla and Freimann. With MASAKO OHTA, a Munich Japanese woman between Mars and Earth, paper theater and poetry, silent film, haiku and yoga, between Bach and Pärt, Nietzsche, Ligeti and B. A. Zimmermann. Kaiyūshiki teien (CS 615) shows her again with UDO SCHINDLER, with whom she already, she with a braille-sensitive sense of touch, he with tender lips, the thomas_klingonische “messenger substances” (2014) and the gentle buzzing of ears by “Ohenrosan” (2012) Enchanted. So here is her re-encounter in 2017 [on October 12th. 2019 in Sendling and on December 6th more followed in Krailling]. They with finely picked wires, carefully ringing ringing sound, grieffully repeated monotony, lyrical tripping and plucked wire. He with all the blues of an unrecognized Minotaur, an enchanted beast that groans, growls, rumbles, licks his lips in understanding and tenderness in the double bass clarinet. As a shadow existence that blooms again and again when it meets with reverberation, a fearless, sensitive soul that even seems to be willing to exchange tenderness. For this he brings out his side of the chocolate shop, his sonorous timbre, his lust for singing out of his bestial fur-lined chest, with a chalk tongue in the broken voice of cooing sounds and the highest altissimo. Ohtas pearly-crystalline sparkle and ringing throws smacking air kisses at Schindler, the fine fingers and pursed lips beak, she fingers at the lock on his dungeon and harsher, flickering than an Aeolian harp. He spins silvery threads of air and emits ostinate, hoarse calls, swaying between resignation and a longing that dark humming from the indoor piano does not want to perceive as a bad omen. Approaching ominous steps, Schindler’s shrunken clarinet emits slightly hysterical and bruised tones. Ohta unfolds, still with the pounding footsteps in the background, again the whole sparkling span of open arms. For now again the double bass clarinet, which cannot escape itself between the dungeon and high flights and does not want to. Therefore, she can only agree with the elegiac diminuendo. 

Bad Alchemy – Rigobert Dittmann
 

SALON für Klang + Kunst multi-reedist Udo Schindler met Japanese pianist Masako Ohta at Mohrvilla, Munchen/Freimann, Germany in 2017 to record this extended live improvisation, bringing Schindler’s free jazz and non-idiomatic styles together with Ohta’s contemporary classical background, in an intently educated and fascinating merging of styles and approaches.

Squidco

Alexanders Albumtipp der Woche: Masako Ohta & Udo Schindler – Kayushiki Teien

Musik die irgendwo beginnt, irgendwo hinführt und irgendwo endet, eine Pianistin, ein Klarinettist und eine einstündige Reise ins Nichts und Alles – das ist die CD kayushiki teien mit Masako Ohta (Klavier) und Udo Schindler (Klarinetten).

Provozieren oder verinnerlichen die aus Tokyo stammende Pianistin und der aus Köln (!) kommende Improvisationskünstler mit dieser CD?

Auf der CD-Hülle steht nirgendwo, was das japanische kayushiki teien bedeutet. Der Schreiber geht davon aus, dass dies eine bewusste Entscheidung ist und respektiert diese, forscht nicht nach. Der CD-Titel soll ihn nicht thematisch festlegen.

Die Spielzeit 59:17 Minuten ist sehr wohl angegeben. Das legt die Hörerschaft allerdings fest, überhaupt wenn man die CD in einem Player mit Spielzeitanzeige ablaufen lässt und gelegentlich dorthin blickt.

Musik also die irgendwo, irgendwie beginnt, irgendwie verläuft und irgendwann endet. Musik auf den Tasten gespielt, im Klavier zum Klingen gebracht, mit den Klarinetten melodisch oder nur geräuschhaft, Musik, die ganz im Augenblick entsteht, ein Aufeinanderhören, ein Nebeneinander, ein Miteinander, nie strukturell erfassbar, manchmal meditativ, weltverloren, manchmal lebendig, aufgeregt, vielleicht Natur evozierend, Pflanzen, allerlei Tiere, motivisch bis eben nur geräuschhaft…

Keine Musik mit Zeit. Hier gibt es keine Zeit bzw. hat man diese im Blick nimmt sie eine wesentliche Dimension der Musik heraus bis zum alles entscheidenden „Wie lange geht das noch?“ (Je nach Verfassung der oder des Hörenden mit entsprechenden Folgen.)

Man kann nicht einmal sagen Durchhalten lohnt sich, denn so wie sich immer alles ändert, wandelt, so ändert und wandelt sich hier nichts. Gerade das ist es aber auch, was diese Musik ausmacht.

Dem gestressten Menschen von heute anbieten, mal eine Stunde abzuschalten mit dieser CD? Das hat auch wieder etwas allzu Käufliches an sich, wird dem Projekt nicht gerecht.

Den beiden zuhören wie ihnen vielleicht etwas einfällt, was man mitnehmen kann? Wieder ein Ansatz von oben herab, passt auch nicht.

Inspirierend – für Musikerinnen und Musiker vielleicht, selbst freie Musik zu versuchen. Für alle vielleicht, einfach den Gedanken und Gefühlen während die Musik läuft freien Lauf zu lassen. Die Musik nicht mehr bewusst zu hören, sondern sie einfach als Teil des Seins im Moment zu leben.

Das wäre doch eine Möglichkeit.

Aufgenommen wurde die CD (Creative Sources Recordings CS 615) am 19.5.2017 live im Studio in der Mohrvilla in München Freimann.

Alexander’s album tip of the week: Masako Ohta & Udo Schindler – Kayushiki Teien
Music that starts somewhere, leads somewhere and ends somewhere, a pianist, a clarinetist and a one-hour journey into nothing and everything – that is the CD kayushiki teien with Masako Ohta (piano) and Udo Schindler (clarinets).
Do the pianist from Tokyo and the improvisation artist from Cologne (!) Provoke or internalize with this CD?
Nowhere on the CD case is there what the Japanese kayushiki means. The writer assumes that this is a conscious decision and respects it, does not investigate. The CD title is not intended to be thematic.
The playing time of 59:17 minutes is very well specified. However, this determines the audience, especially if you run the CD in a player with a playing time display and occasionally look there.
Music that starts somewhere, somehow, somehow runs and ends at some point. Music played on the keys, made to sound in the piano, melodic or only noisy with the clarinets, music that arises at the moment, a listening to one another, a juxtaposition, a cooperation, never structurally comprehensible, sometimes meditative, lost in the world, sometimes lively, excited , perhaps evoking nature, plants, all kinds of animals, motivic to just noisy …
No music with time. There is no time here, or if you keep an eye on it, it takes out an essential dimension of the music to the crucial point: “How long is this going to last?”
You can’t even say that perseverance is worth it, because just as everything changes, changes, nothing changes and changes here. But that is exactly what makes this music.
Offering today’s stressed person to switch off for an hour with this CD? There is something too commercial about this again, it does not do the project justice.
Listen to the two of them thinking of something to take with them? Another approach from above does not fit either.
Inspirational – maybe for musicians to try free music themselves. For everyone maybe, just let your thoughts and feelings run free while the music is playing. No longer consciously hearing the music, but simply living it as part of being in the moment.
That would be an option.
The CD (Creative Sources Recordings CS 615) was recorded live on May 19, 2017 in the studio in the Mohrvilla in Munich Freimann.

Alexander Kinsky, CD-Tipp10, 02.02.2020

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