Plattencover Udo Schindler, Ove Volquartz Titel "Answers and maybe a Question?"

Alle CDs sind in München im Kaufhaus Beck-Jazz-Avantgarde, bei Optimal Schallplatten, Pilgrims of Sound oder bei mir erhältlich + per Mailorder z.B. bei
www.nomansland-records.de
www.pilgrims-of-sound.com
demnächst
www.jazzmessengers.com 

Downloads:
Sharp-Schindler-Blonk Files

Udo Schindler & Ove Volquartz

Answers and maybe a Question

FMRcd440-0217

  • bass clarinets & double-bass clarinets

 

UDO SCHINDLER, unser Klang+Kunst-Salonlöwe in Krailing, hatte bei seinem 69. Date am 25.11.2016 das Vergnügen eines Bassklarinettenduetts. Da mag bei Answer and maybe a Question? (FMRCD440) schon der Gedanke aufkommen: Muss es wirklich eine so schmalspurige und eintönige Zwiesprache sein? Nur ist die Antwort, das Bündel an Antworten, hier ein verblüfftes: Wie tief, wie abyssmal graben die denn? Wie turbulent, wie seltsam, wie kringelkrumm tanzen die denn da? Aber zuerst und überhaupt: Wer quartzt denn da? Um, aber Hallo!, festzustellen – Schindlers Knarz­bruder, Doppelgänger, Tanzpartner und quietschfideler Doppelgrabgenosse, der OVE VOLQUARTZ, der ist ein alter Ohrwurm, ein Gr…, ein Krautvornix, der in den 70ern mit Annexus Quam (!) Saxophon (& Flöte) blies und in den 80ern mit Gunter Hampel und Cecil Taylor. Eine Weile abgetaucht, kehrte der Göttinger wieder im TAG TRIO (und weiteren Projekten mit dem belgischen Bassisten Jean Demey) oder, polnisch, in Second Exit (mit Piotr Zabrodzki von Baaba, LXMP) und, italienisch, mit den Reciprocal Uncles. Dort das Fundament einer luftigen Architektur, wird er hier mit Schindler zum röhrenden Didgeridoo-Urtyp, der dazu auch animalisch Konversation betreibt und dem einen oder anderen wag­halsigen Klangkonstrukt eine Schaumkrone aufsetzt. So dass das Spektrum vom Gurren und Murren über launige Maunz-, Gacker- und Knörerei bis in girrende Höhen aufgerissen und verquirlt wird. Dr. Volquartz, der als guter Geist des Göttinger Jazzfestivals beim ‚Skandal‘ um Gilad Atzmon 2011 ganz andere Päckchen zu schultern hatte, lässt als siamesischer Zwilling mit Schindler alles Schwere leicht erscheinen. Aber ein Fest für Bassklarinetten ist nun mal ein Fest für Bassklarinetten. Das soll, das muss so sein und ist auch gut so, sehr gut sogar. [BA 94 rbd]

 

here Answers and one question : Answers and maybe a Question ? Udo Schindler & Ove Volquartz FMR CD440-0217

Inusité: un duo de clarinettes basses et de clarinettes contrebasses enregistré lors d’un concert le 25 novembre 2016 au 69th Salon für Klang un Kunst à Krailing près de Munich. Une réelle empathie se noue faite de boucles, de grasseyements, de plaintes vers l’aigu et parfois de semi silences. On explore les graves et même les abîmes mystérieux (Mysterious abysm), en prenant le temps de jouer, la clarinette contrebasse n’étant pas un instrument super maniable question articulation. Udo Schindler aime à solliciter les harmoniques et cette propension s’adapte bien à la personnalité de son partenaire. Ove Volquartz ne se départit pas de son lyrisme immédiatement reconnaissable, avec un choix de notes tout personnel et des doigtés complexes. On le constate dès le début du troisième morceau, Turbulence, est un dialogue parfait où chacun des souffleurs croisent lses lignes, les déclinaisons de son style réciproque par une magnifique connivence : chaque instant voit s’imbriquer les sauts de registre de l’un avec les cadences de l’autre, les pointes subtiles vers l’aigu et les gravèlements dans une symbiose réussie. Les idées défilent, s’échangent, les notes meurent et renaissent dans un flux à la fois spontané et étudié, les vibrations des deux colonnes d’air du registre grave à l’aigu se complètent comme si elles provenaient du même souffleur. Un enregistrement qui va plus loin que la rencontre de deux musiciens aux instruments identiques : ils réussissent à prendre leurs marques en exprimant leur personnalité profonde et leur sensibilité tout en dépassant positivement ce à quoi l’autre était en droit d’attendre : l’empathie, l’écoute, la complicité authentique.

 

Jean-Michel van Shouwburg_Blog

Klang als Ursubstanz |

Neue CDs von und mit Udo Schindler

München, 11.08.2017 | Udo Schindler ist hauptberuflich Architekt, aber mit mindestens ebenso viel Passion ein mutiger musikalischer Grenzgänger, vor allem auf Klarinetten aller Couleur und dem Kornett. Und wes andere ständig in die Welt hinauszieht, liebt er die produktive Einheit aus eigenem Lebensmittelpunkt und kreativer Wirkungsstätte in seinem Haus in Krailling bei München. Auch viele improvisierende Musikerinnen und Musiker aus NRW, zum Beispiel Ute Völker oder Erhardt Hirth zog es schon nach Süddeutschland, um zusammen mit dem Hausherren in den „Salons für Klang und Kunst“ vor einem sensibilisierten Publikum aufzuspielen. In jedem Fall ist der Veranstalter dieser überregional vielgefragten Reihe ein einfühlsamer Duopartner. Oft sind die Begegnungen völlig adhoc – und werden regelmäßig auf liebevoll (meist auf dem Eigenlabel Arch-Musik) produzierten CDs verewigt.

Udo Schindler beruft sich gerne auf ein Postulat von Giacinto Scelsi, der die unmittelbare Physis eines undomestizierten Klanges zum Ansatzpunkt nimmt, während alle „Musik“, sprich sämtliche menschen-geschaffene Ordnungssysteme des Tonmaterials nur sekundäres Konstrukt sind. Dieses Prinzip von Grund auf verinnerlichend, haben Schindler und seine ständig wechselnden Spielpartner eine vielgestaltige Kommunikationskultur geschaffen.

Answers and maybe a question?“… liefert eine neue Duo-CD mit Ove Volquartz. Hier pflegen zwei Bass- und Kontrabassklarinetten den Dialog auf Augenhöhe und wagen sich gemeinsam in klangliche Ur-Gefilde vor. Vor allem die Vorstöße in extrem tiefe Subbass-Frequenzräume sind aufregend und physisch spürbar. Selten hört man tiefe, sägende Frequenzen so entblößt und schroff. Aber hier sind ausgeprägte Charaktere am Werk, die sich in solch kompromissloser Klangsprache genug zu sagen haben.

NRW-Jazz & Jazzzeitung – Stefan Pieper

 

REVIEWS

Udo Schindler’s Salon for Sound and Art at Krailling, Germany is the setting for this superb live duo concert, capturing Schindler and Ove Volquartz both on bass and double bass clarinet, showing the breadth of sonic possibilites and diverse approaches from the deepest of clarinets performed by two masterful musicians.

Udo Schindlers Salon für Klang und Kunst in Krailling, Deutschland, ist der Schauplatz für dieses großartige Live-Duo-Konzert, das Schindler und Ove Volquartz sowohl am Bass- als auch an der Kontrabassklarinette einfängt und die Breite der Klangmöglichkeiten und vielfältigen Ansätze aus tiefsten Klarinetten zeigt -aufgeführt von zwei meisterhaften Musikern.

SQUIDCO_NYC

 

UDO SCHINDLER, unser Klang+Kunst-Salonlöwe in Krailing, hatte bei seinem 69. Date am 25.11.2016 das Vergnügen eines Bassklarinettenduetts. Da mag bei Answer and maybe a Question? (FMRCD440) schon der Gedanke aufkommen: Muss es wirklich eine so schmalspurige und eintönige Zwiesprache sein? Nur ist die Antwort, das Bündel an Antworten, hier ein verblüfftes: Wie tief, wie abyssmal graben die denn? Wie turbulent, wie seltsam, wie kringelkrumm tanzen die denn da? Aber zuerst und überhaupt: Wer quartzt denn da? Um, aber Hallo!, festzustellen – Schindlers Knarzbruder, Doppelgänger, Tanzpartner und quietschfideler Doppelgrabgenosse, der OVE VOLQUARTZ, der ist ein alter Ohrwurm, ein Gr…, ein Krautvornix, der in den 70ern mit Annexus Quam (!) Saxophon (& Flöte) blies und in den 80ern mit Gunter Hampel und Cecil Taylor. Eine Weile abgetaucht, kehrte der Göttinger wieder im TAG TRIO (und weiteren Projekten mit dem belgischen Bassisten Jean Demey) oder, polnisch, in Second Exit (mit Piotr Zabrodzki von Baaba, LXMP) und, italienisch, mit den Reciprocal Uncles. Dort das Fundament einer luftigen Architektur, wird er hier mit Schindler zum röhrenden Didgeridoo-Urtyp, der dazu auch animalisch Konversation betreibt und dem einen oder anderen waghalsigen Klangkonstrukt eine Schaumkrone aufsetzt. So dass das Spektrum vom Gurren und Murren über launige Maunz-, Gacker- und Knörerei bis in girrende Höhen aufgerissen und verquirlt wird. Dr. Volquartz, der als guter Geist des Göttinger Jazzfestivals beim ‚Skandal‘ um Gilad Atzmon 2011 ganz andere Päckchen zu schultern hatte, lässt als siamesischer Zwilling mit Schindler alles Schwere leicht erscheinen. Aber ein Fest für Bassklarinetten ist nun mal ein Fest für Bassklarinetten. Das soll, das muss so sein und ist auch gut so, sehr gut sogar. [BA 94 rbd]

 

 

Answers and one question : Answers and maybe a Question ? Udo Schindler & Ove Volquartz FMR CD440-0217 

Inusité: un duo de clarinettes basses et de clarinettes contrebasses enregistré lors d’un concert le 25 novembre 2016 au 69th Salon für Klang un Kunst à Krailing près de Munich. Une réelle empathie se noue faite de boucles, de grasseyements, de plaintes vers l’aigu et parfois de semi silences. On explore les graves et même les abîmes mystérieux (Mysterious abysm), en prenant le temps de jouer, la clarinette contrebasse n’étant pas un instrument super maniable question articulation. Udo Schindler aime à solliciter les harmoniques et cette propension s’adapte bien à la personnalité de son partenaire. Ove Volquartz ne se départit pas de son lyrisme immédiatement reconnaissable, avec un choix de notes tout personnel et des doigtés complexes. On le constate dès le début du troisième morceau, Turbulence, est un dialogue parfait où chacun des souffleurs croisent lses lignes, les déclinaisons de son style réciproque par une magnifique connivence : chaque instant voit s’imbriquer les sauts de registre de l’un avec les cadences de l’autre, les pointes subtiles vers l’aigu et les gravèlements dans une symbiose réussie. Les idées défilent, s’échangent, les notes meurent et renaissent dans un flux à la fois spontané et étudié, les vibrations des deux colonnes d’air du registre grave à l’aigu se complètent comme si elles provenaient du même souffleur. Un enregistrement qui va plus loin que la rencontre de deux musiciens aux instruments identiques : ils réussissent à prendre leurs marques en exprimant leur personnalité profonde et leur sensibilité tout en dépassant positivement ce à quoi l’autre était en droit d’attendre : l’empathie, l’écoute, la complicité authentique.

Ungewöhnlich: ein Duett von Bassklarinetten und Kontrabassklarinetten, das am 25. November 2016 im Rahmen eines Konzerts im 69. Salon für Klang a Kunst in Krailing bei München aufgenommen wurde. Ein echtes Einfühlungsvermögen besteht aus Schleifen von Gutturallauten, akuten Beschwerden und manchmal halbem Schweigen. Wir erforschen die geheimnisvollen Tiefen und sogar mysteriösen Abgründen und nehmen uns die Zeit, um zu spielen. Die Kontrabassklarinette ist kein sehr praktisches Thema bei der Artikulation von Instrumenten. Udo Schindler sucht gerne Obertöne und diese Neigung passt sich gut an die Persönlichkeit seines Partners an. Ove Volquartz wich nicht von seiner sofort erkennbaren Lyrik ab, mit einer Auswahl persönlicher Notizen und komplexer Fingersätze. Es ist vom Beginn des dritten Stücks Turbulence aus zu sehen, ein perfekter Dialog, bei dem jeder der Gebläse seine Linien kreuzt, die Deklination seines persönlichen Stils durch ein großartiges gegenseitiges Einverständnis: Jeder Augenblick sieht die Sprünge des Registers eines Mit den Kadenzen des Anderen zeigen die subtilen Punkte die Höhen und die Gravuren in einer erfolgreichen Symbiose. Ideen vergehen, tauschen, Noten sterben und werden in einer Strömung spontan und wiedergeboren. Die Schwingungen der beiden Luftsäulen vom unteren Register bis zum hohen Komplement ergänzen sich, als ob sie aus demselben Gebläse stammen würden. Eine Aufnahme, die über das Zusammentreffen zweier Musiker mit identischen Instrumenten hinausgeht: Sie schaffen es, sich auszudrücken, indem sie ihre tiefe Persönlichkeit und Sensibilität ausdrücken und dabei das übertreffen, was der andere erwarten durfte: Empathie , Zuhören, authentische Komplizenschaft.

Jean-Michel van Shouwburg_Blog

 

 

Klang als Ursubstanz |

Neue CDs von und mit Udo Schindler 

München, 11.08.2017 | Udo Schindler ist hauptberuflich Architekt, aber mit mindestens ebenso viel Passion ein mutiger musikalischer Grenzgänger, vor allem auf Klarinetten aller Couleur und dem Kornett. Und wes andere ständig in die Welt hinauszieht, liebt er die produktive Einheit aus eigenem Lebensmittelpunkt und kreativer Wirkungsstätte in seinem Haus in Krailling bei München. Auch viele improvisierende Musikerinnen und Musiker aus NRW, zum Beispiel Ute Völker oder Erhardt Hirth zog es schon nach Süddeutschland, um zusammen mit dem Hausherren in den „Salons für Klang und Kunst“ vor einem sensibilisierten Publikum aufzuspielen. In jedem Fall ist der Veranstalter dieser überregional vielgefragten Reihe ein einfühlsamer Duopartner. Oft sind die Begegnungen völlig adhoc – und werden regelmäßig auf liebevoll (meist auf dem Eigenlabel Arch-Musik) produzierten CDs verewigt.

Udo Schindler beruft sich gerne auf ein Postulat von Giacinto Scelsi, der die unmittelbare Physis eines undomestizierten Klanges zum Ansatzpunkt nimmt, während alle „Musik“, sprich sämtliche menschen-geschaffene Ordnungssysteme des Tonmaterials nur sekundäres Konstrukt sind. Dieses Prinzip von Grund auf verinnerlichend, haben Schindler und seine ständig wechselnden Spielpartner eine vielgestaltige Kommunikationskultur geschaffen.

Answers and maybe a question?“… liefert eine neue Duo-CD mit Ove Volquartz. Hier pflegen zwei Bass- und Kontrabassklarinetten den Dialog auf Augenhöhe und wagen sich gemeinsam in klangliche Ur-Gefilde vor. Vor allem die Vorstöße in extrem tiefe Subbass-Frequenzräume sind aufregend und physisch spürbar. Selten hört man tiefe, sägende Frequenzen so entblößt und schroff. Aber hier sind ausgeprägte Charaktere am Werk, die sich in solch kompromissloser Klangsprache genug zu sagen haben.

NRW-Jazz & Jazzzeitung – Stefan Pieper

 

SCHINDLER / VOLQUARTZ

answers and maybe a question?

FMR / fmr-records.com

Udo Schindler, Ove Volquartz (bcl, cbcl)

 

Im November 2016 lud Udo Schindler den Kollegen Ove Volquartz zum ausgiebigen tieftönerischen Gedankenaustausch in den Salon für Klang+Kunst nach Krailling: Auf Answers and maybe a Question? sind sechs Unterhaltungen unterschiedlicher Länge der beiden jeweils mit Bass- und Kontrabassklarinetten ausgestatteten Herren dokumentiert, in denen ausgiebig von der breiten klanglichen Palette, die von Könnern mit dieser Gerätschaft erzielt werden kann, Gebrauch gemacht wird – von tiefstem Grummeln und Bröseln bis hin zu schrillsten Obertönereien und so ziemlich allem dazwischen, einschließlich durch das Instrument singen, stöhnen, zischen. Auf Basis dieser Breite gelingt es, aus einem Aufeinandertreffen mit gleichartigen Werkzeugen eine durchaus abwechslungsreiche und bunte Platte zu machen. Aus dröhnend Flächigem, aber auch Linearem, erheben/entwickeln sich Motive, vor allem Auch-Jazzer Volquartz wirft auch gerne flotte Girlanden aus, zeigt zudem eine gewisse Vorliebe für Repetitives, kleine Pseudogrooves kommen und gehen, Linien werden verflochten, dann schwelgt man wieder in stärker rein klanglichen Aspekten bis ins Geräuschhafte, kombiniert unterschiedliche Haltungen. Überhaupt: Man unterhält sich wirklich nett und angeregt miteinander, vergisst dabei aber glücklicherweise nicht, dass oft gerade eine Debatte, ein kleiner Disput, einer Unterhaltung erst die richtige Würze zu verleihen imstande ist – man konterkariert einander also auch gerne, führt sich so wechselseitig an andere Orte. Im Ganzen, ohne Frage, eine gut gelungene Angelegenheit, bei der auch der Spaß nicht zu kurz kommt. 

(bertl) freiStil-Magazin #77

 

**** Answers and maybe a Question? FMR
Records FMRCD440-0217 Ove Volquartz (bcl, contrabass
cl); Udo Schindler (bcl, contrabass cl). November 2016.

**** Dreizweit Setola di Maiale Ove Volquartz (fl , ss,
ts, bcl, contrabass cl); Peer Schlechta (org, chamber org).
November 2017.
Wunderbar. In some sense, this music recalls the duos
of Leszek Zadlo with Chris Beier or Claus Bantzer. There
are also associations with Piotr Michalowski ’s Bab Babardah’s „Contradictions:
Duets for Contrabass and Contra-Alto Clarinets“
with Jason Alder. But, Ove is a completely different
wind player. He is not as virtuoso as Leszek Zadlo but is
more reflexive and meditative. He is not as radial as Piotr,
but is more a „man of melodic motifs“, like Tomasz
Stanko.
The first record is indeed similar to the one of
Michalowski and Alder, but as I said is more meditative
and reflexive. It is a pure free improvised music that
combines a radical approach of Udo, and less radical more
repetitive of Ove. But, in practice, we hear two clarinets
and do not really know who is playing what. It is a
very touching and lyrical record, with plenty of expressions
though. The duo plays tracks, each employing a similar
idea, yet very different. I dig the two longest pieces:
„Turbulence“, for my bias as a physicist and for very clear
clarinet phrasing, and „Strange conversation“, in contrast,
for interestingly distorted clarinet sounds.
The second disc contains a suite divided into three
parts. Part I has 4 tracks. The first one „Geöffnete Erinnerungen“
with the cosmic sound of the organ and wonderful
improvisations on contrabass clarinet sounds like a
free improvised ancient music. „Randstrom“ has a similar
spirit, but is played on soprano saxophone. „Innerer
Tanz“ is played magnificently on the tenor and has stunning
organ lines. „Parallelräume“ has the darkest mood,
yet the most space dimension with a galactic bass clarinet
sound.
Part II starts with „Wege, drehend“ a rhythmic
„marching“ for soprano. „Gebrochener Stillstand“
is also a rhythmic tune, but played in bass clarinet.
Similar ideas drive „Aus einem surrealen Traum“ with
a „marching organ“ support and beautiful tenor lines.
Part III starts with „On a flavored sound space“, a slow
melodic and meditative tune for contrabass clarinet.
„Gesang des seltsamen Vogels“ is perhaps the only
track with a touch of joy played on the flute. Finally,
„Auf dem Schwenegrung“ the majestic ending with
incredible organ melodies and peaceful clarinet message
to the whole world.
Unfortunately it is sold out. But, Discogs…

Maciej Lewenstein

The more I listen to his music, the more convinced I become that Udo Schindler is one of the un(der)sung master reedsmen both in the strange streams of sound he coaxes out of his horns and the concerted way he avoids the conventional grammar. It is as if he is building a new vernacular for his instrument in real time.

Schindler’s unique style comes through particularly well in duos and, it seems, in live performances. He took the pandemic to dig through his back catalog of recordings. Many of these reached public ears through download only releases on his Bandcamp page and, notably, many were duos. Indeed, Schindler seems to have really gravitated to the duo, likely somewhat because of practicality but also because of the possibilities of that configuration. It offers big spaces for each musician to be heard — full blast or sotto voce — and gives each a counterpart — sometimes a companion and others a sparring partner — with whom to bounce around ideas and to whom to respond. Depending on the instrumentation and the players, it also frees the musicians from rhythm’s centripetal force and gives them license to explore other, in this case amelodic and atonal, places. …

Je öfter ich seine Musik höre, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass Udo Schindler einer der un(der)besungenen Meisterbläser ist, sowohl in den seltsamen Klangströmen, die er seinen Hörnern entlockt, als auch in der konzertierten Art und Weise, wie er die konventionelle Grammatik vermeidet. Es ist, als ob er in Echtzeit eine neue Umgangssprache für sein Instrument entwickeln würde. 

Schindlers einzigartiger Stil kommt besonders gut in Duos und, wie es scheint, bei Live-Auftritten zur Geltung. Er nutzte die Pandemie, um sich durch seinen alten Katalog von Aufnahmen zu wühlen. Viele davon wurden der Öffentlichkeit nur als Download auf seiner Bandcamp-Seite zugänglich gemacht, und vor allem waren viele davon Duos. Schindler scheint sich tatsächlich zum Duo hingezogen zu fühlen, wahrscheinlich aus praktischen Gründen, aber auch wegen der Möglichkeiten dieser Konstellation. Es bietet jedem Musiker einen großen Raum, um gehört zu werden – mit voller Wucht oder sotto voce – und gibt jedem ein Gegenüber – manchmal einen Begleiter und manchmal einen Sparringspartner -, mit dem er Ideen austauschen und auf den er reagieren kann. Je nach Besetzung und Spielern befreit es die Musiker auch von der zentripetalen Kraft des Rhythmus und gibt ihnen die Freiheit, andere – in diesem Fall amelodische und atonale – Orte zu erkunden.

 pastedGraphic.png NYC / review by Nick Ostrum / 2023-04-04